04.12.2025

Brot fermentieren: Temperaturen, Zeiten und Vorteile

Die Fermentation ist das Herzstück der Brotherstellung, da sie Geschmack, Textur und den Nährwert des Brotes direkt beeinflusst.
Das Verständnis und die Beherrschung dieses Prozesses ermöglichen es uns, ein wesentlich schmackhafteres, gesünderes Brot mit besserer Haltbarkeit herzustellen.

Der Fermentationsprozess

Während der Fermentation wirken Mikroorganismen wie Hefen und Bakterien auf die Zucker im Mehl ein und verwandeln sie in Kohlendioxid, Alkohol und organische Säuren.
Dieser Prozess vergrößert nicht nur das Volumen des Teigs, sondern trägt auch zu einer luftigeren Krume und einer knusprigen Kruste bei.
Die richtige Kontrolle der Fermentation ist daher entscheidend, um ein hochwertiges Brot zu erhalten.

Arten der Fermentation und ihre Auswirkungen auf das Brot

Temperatur: warme vs. kalte Fermentation

Eine Fermentation bei hohen Temperaturen zwischen 28 und 30 °C beschleunigt den Prozess und ermöglicht eine schnellere Brotherstellung.
Allerdings haben die resultierenden Brote weniger aromatische Komplexität und eine kürzere Haltbarkeit.

Im Gegensatz dazu verstärkt eine Fermentation bei niedrigen Temperaturen zwischen 4 und 8 °C über mehrere Stunden oder sogar Tage den Geschmack, verleiht der Krume mehr Tiefe und verbessert die Struktur des Brotes.

Zeit: lange vs. kurze Fermentation

Eine lange Fermentation von mehr als 8 Stunden entwickelt intensive Aromen, verbessert die Textur und senkt den glykämischen Index des Brotes.
Eine kurze Fermentation von etwa 2 Stunden ist zwar schneller, geht jedoch auf Kosten von Geschmack und Nährwert.

Art des Ferments: Hefe vs. Sauerteig

Die am häufigsten verwendete Option in der Bäckerei ist Saccharomyces cerevisiae, eine Hefe, die eine gute CO₂-Produktion und Prozesskontrolle ermöglicht.
Allerdings sind Brote, die mit dieser Hefe hergestellt werden, weniger reich an sensorischen Nuancen.

Eine weitere Möglichkeit ist Sauerteig, der natürliche Hefen sowie Milchsäure- und Essigsäurebakterien enthält.
Dieses Verfahren führt zu Broten mit höherer aromatischer Komplexität, besserer Verdaulichkeit und längerer Haltbarkeit dank der Bildung organischer Säuren.

Es existieren auch andere Hefestämme, die in der Brotherstellung weniger üblich sind, da ihre CO₂-Produktion gering ist. Dennoch können sie interessante Aromakomponenten und bestimmte ernährungsphysiologische Vorteile bieten.

5 Schlüssel für einen perfekten Teig

  1. Das richtige Mehl wählen:
    Mehle mit einem Proteingehalt zwischen 11 % und 13 % sorgen für eine gute Glutenentwicklung.

  2. Die Teighydration kontrollieren:
    Die Wassermenge beeinflusst Textur und Elastizität. Es ist wichtig, die Hydration an die Mehlsorte und das gewünschte Ergebnis anzupassen.

  3. Richtig kneten, um Gluten zu entwickeln:
    Ein gutes Kneten fördert das Glutennetzwerk, das notwendig ist, um die Gase einzuschließen und eine luftige Krume zu erzielen.

  4. Die Fermentationszeiten respektieren:
    Der Prozess sollte nicht beschleunigt werden. Langsame Fermentation verbessert Geschmack, Textur und Verdaulichkeit.

  5. Bei idealer Temperatur backen, um eine knusprige Kruste zu erreichen:
    Es wird empfohlen, den Ofen vorzuheizen und zu Beginn des Backens Dampf zu verwenden, um eine goldene, knusprige Kruste zu erzeugen.

Vorteile einer Fermentation von mindestens 8 Stunden

  • Verbesserte Verdaulichkeit dank teilweisem Glutenabbau.

  • Reduzierung antinutritiver Stoffe wie Phytate, wodurch Mineralien besser verfügbar werden.

  • Entwicklung komplexer Aromen und Geschmacksnoten durch organische Säuren und flüchtige Verbindungen.

  • Längere Haltbarkeit des Brotes.

Woran erkennt man, ob der Teig richtig fermentiert ist

  • Der Teig sollte sein ursprüngliches Volumen verdoppelt haben.

  • Die Textur sollte elastisch und luftig sein.

  • Das Aroma sollte leicht säuerlich und angenehm sein.

  • Ein Trick: Mache die Fingerprobe. Drücke leicht auf den Teig – wenn die Delle langsam zurückkehrt, ohne vollständig zu verschwinden, ist der Teig bereit für den nächsten Schritt.

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Bei OKIN verwenden wir ein temperaturkontrolliertes Tiefkühlsystem, das das Produkt vollständig respektiert, ohne den Einsatz von Zusatz- oder Konservierungsstoffen. Dieses Verfahren stellt sicher, dass unsere Brote ihre ursprüngliche Frische, ihren Geschmack und ihre Textur bewahren, sodass sie nach dem Auftauen wie frisch gebacken genossen werden können.

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Bildbeschreibung

 

  „Dieser Artikel wurde von Goizane Lizarralde, Leiterin der F&E bei Okin, verfasst.“

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